Kunstverein Stralsund e.V. 
 

Der Kunstverein Stralsund fördert den Dialog zwischen Kunstinteressierten und Künstlern 

durch Atelierbesuche, Exkursionen, Vorträge und Vereinstreffen.

Bildhintergrund © Petra und Max Barske

Mai 2026

Kunsttreff  

12.Mai 2025 Dienstag um 18.00 Uhr
Ort: Restaurant Burwitz am Alten Markt 

Vortrag und Buchvorstellung
28. Mai 2025 Donnerstag 18.30 Uhr  

Detlef Witt: Der Stralsunder Bildhauer Elias Kessler

Elias Kessler hat die Bildhauerkunst in Stralsund und
im Umland geprägt. Er wurde 1707 angeworben, um die Arbeiten am Hauptaltar der Stralsunder Nikolaikirche abzuschließen. Es folgte der Skulpturenschmuck des mächtigen Taufgehäuses in St. Nikolai um 1710–14. Der größte Teil der Arbeiten entstand in den 1720er Jahren.
Mit diesem Vortrag stellt Detlef Witt sein Buch über
das Werk des Bildhauers vor. Das reich bebilderte
Buch umfasst 64 Werke, neben den vielen erhaltenen
Stücken werden auch die durch Fotografien überlieferten Kriegsverluste dokumentiert.


Der freiberufliche Kunsthistoriker M.A., Bauforscher und Restaurator Detlef Witt ist seit vielen Jahren der Experte für Leben und Werk Elias Kesslers. Seine Forschungen und Erkenntnisse aus der restauratorischen Praxis fasst er in diesem Standardwerk zusammen. 

Weitere Informationen zum Buch  mit Leseprobe. Die Publikaton wurde gefördert vom Förderverein STRALSUND MUSEUM e.V

Eine Veranstaltung des Fördervereins St.Nikolai zu Stralsund e.V.,  in Kooperation mit dem Förderverein STRALSUND MUSEUM e.V, dem  Stralsunder Geschichtsverein e.V. und dem Kunstverein Stralsund e.V..

Ort: St.Nikolai, Stralsund, Alter Markt

Anmeldung nicht erforderlich

Buchumschlag

© Detlef Witt

Mai 2026

Kunsttreff  

12.Mai 2025 Dienstag um 18.00 Uhr
Ort: Restaurant Burwitz am Alten Markt 

Exkursion
30. Mai 2025 Samstag 14.00 Uhr  
Beginn des Atelierbesuchs

Atelierbesuch bei Petra & Max Barske

Sie malt in Öl auf Leinwand, er gestaltet Skulpturen in Stahl und Holz. Beide zusammen leben und arbeiten in Pruchten, im „Holzhausatelier“ mit Skulpturengarten. 

Das Künstlerpaar hat jeweils sehr individuelle Handschriften entwickelt. Petra Barskes Bilder zeigen Boddenlandschaften, die sich in Farben auflösen, Naturmotive am Rand der Abstraktion. Max Barske gestaltet Metallcollagen, die Holz und Stein einbeziehen und kinetische Objekte, die manchmal fast verspielt wirken.

Ort: Lindenstr. 60, Pruchten

Verbindliche Anmeldung bis 15.05.26 bei Benjamin Diekmann, Tel. 03831-3749611 oder bendiek@outlook.de (Fahrgemeinschaften)

Staffelei mit Ölbild im Garten

© Petra und Max Barske

Dietmar Simon: Die Volkswerft Stralsund und ihre Schiffe in der Bildenden Kunst

Was haben Künstler wie Tom Beyer, Ernst Oldenburg, Erich Kliefert und Rudolf Peschel gemeinsam? Sie alle und viele weitere Maler haben die Volkswerft Stralsund und ihre Schiffe als Motive verwendet. Dietmar Simon, Dipl.-Ing. Schiffsbau, hat Informationen zu mehr als 20 Künstlern und ihren Bildern zusammengetragen. Die reich illustrierte Dokumentation ist auf der Seite der Volkswerft abrufbar: einfach zum Blättern oder zum Download als PDF.

Aktuelle Ausstellungen in Stralsund und Umgebung

Meeresmusem Stralsund

Zwischen Kamtschatka und Alaska – Die Grafiken Wannhoffs über die Große Nordische Expedition 

Eine der größten Forschungs- und Entdeckungsreisen war die Große Nordische Expedition (1733–1743). Der Berliner Künstler Ullrich Wannhoff reiste seit 1991 selbst in die nordöstlichsten Gebiete Russlands und nach Alaska. Mit expressivem Strich zeigt der in Aue geboren Künstler, Maler und Grafiker die raue Landschaft. Starke Kontraste und sparsamer Farbeinsatz unterstreichen den Eindruck der unwirtlichen Natur.

Ausstellung bis 17. Mai 2026

Öffnungszeiten täglich von 09.30 bis 17.00 Uhr
Meeresmuseum Stralsund
Besuchereingang gegenüber Mönchstr. 45

Galerie im Kloster Ribnitz-Damgarten

Ruzica Zajec

Strich durch die Linie: Zeichnung, Objekt, Installation, Fotografie

Die Ausstellung thematisiert die Mehrdeutigkeit der Linie als grundlegendes Element künstlerischer Praxis. In Verbindung mit anderen Medien entwickelt Ruzica Zajec Werke, die das Bewusstsein dafür öffnen, wie erweiterbar die räumlichen Grenzen des Mediums Zeichnung sind. 

Ausstellung bis 18.April 2026

Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag 11.00 bis 17.00 Uhr 

Galerie im Kloster Ribnitz
Im Kloster 9 Ribnitz-Damgarten
 

Kunstsammlung Neubrandenburg

Kristina Schuldt

Strich durch die Linie: Zeichnung, Objekt, Installation, Fotografie

Malerei und Arbeiten auf Papier. Die Künstlerin Kristina Schuldt. geboren 1982 in Moskau lebt in Leipzig. Ihre Kunst zeigt eine Affinität zu den Meistern der klassischen Moderne mit Referenzen zu Kubismus und Surrealismus. Unter Verwerfung der Regeln von Perspektive und Komposition entstehen ihre eigenen Visionen von Ästhetik. Falls Sie die Exkursion im März verpasst haben:

Ausstellung  bis 3.Mai 2026

Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag 10.00 bis 17.00 Uhr 

Kunstsammlung Neubrandenburg, Große Wollweberstr. 24, Neubrandenburg

Fäden, Farbe, Fantasie und Fülle, multi-medial verwoben 

Ein Atelierbesuch am 11. Oktober 2025 bei der Künstlerin Monika Ortmann in Wittenhagen

Wie die oft oder immer-mal-wieder Atelierbesucher/innen wissen, sollte man nicht unvorbereitet einer Einladung Folge leisten (man sieht nur, was man weiß, sagte Goethe). Also hat sich wohl jede/r im Netz umgeschaut und nicht fassen können, wie vielseitig und großARTig (im wahrsten Sinne des Wortes) das künstlerische Werk der Monika Ortmann ist. 

Bis zu zwölf Ausstellungen und Performances pro Jahr im In- und Ausland, immer wieder neue Materialien in immer wieder neuen Szenerien, was für eine unerschöpfliche Quelle künstlerischer Inspiration sprudelt hier. Alles zum Nachschauen und Nachlesen, deshalb sei an diese Stelle auf Biografisches verzichtet.

Gespannte Erwartung auf die Realität also beim Atelierbesuch in Wittenhagen/Vorpommern Rügen, Welche Wunderkammer wird sich da öffnen? Zunächst mal ein eher unauffälliges Reihenhaus, herzliche Begrüßung durch den Ehemann und dann durch die Künstlerin Monika Ortmann. Sie - offenes Lächeln, zierliche, kleine Statur, schmale Hände - man kommt ins Staunen und denkt an Zauberkräfte, die hier wirken. Ist es doch allein schon physisch ein Kraftakt, riesige Räume und bis zu 10 Metern hohe Hallen durch ihr bevorzugtes Material – Nylonstrumpfhosen – durch Kreuz- und Querverspannungen in spannende luzide Skulpturen zu verwandeln. Diese entstehen in unterschiedlichen Farben oder monochrom, werden durch Stahlreifen gedehnt, verknotet, aufgeschnitten, verdreht, irgendwie märchenhaft. Ein kleiner Teil dieser Arbeiten für uns zu sehen in Form von Fernsehaufzeichnungen.

Dieses Zuhause neben Bochum und Berlin überrascht mit Papiercollagen an den Wänden, kleinen Kunstwerken aus Knöpfen, Bällen aus Papierstreifen gesponnen, Stoffbahnen, einem riesigen Korb voller Strumpfhosen, Sideboards mit unzähligen Schubladen, Farben, Flaschen und Materialien, die noch auf ihre Erweckung zum Kunstwerk warten.

Es folgt der Besuch im „eigentlichen“ Atelier. Ein kleines Gartenhaus ist der Raum für Inspiration und Kreativität. Auch hier eine unfassbare Fülle an Fertigem und noch in Arbeit Befindlichem. Wir sehen ein Kleid, das Oberteil aus rotem gesponnenen und später gestricktem Papier für Blumen, der Rock aus Zeitungspapierstreifen, die zusammen mit einem roten Wollfaden gesponnen und dann gestrickt wurden. 

An der Wand mannshohe Stelen für kleine, an Giacometti erinnernde Figuren, unzählige Bilder und Bildchen, die Augen können diese Vielfalt und völlige Unterschiedlichkeit nicht fassen und der Verstand nicht begreifen. Aber nichts davon ist l`art pour l`árt, in allem ist eine deutliche gesellschaftskritische, oft feministisch geprägte Haltung zu erkennen. Denn gerade Gruppenausstellungen wie beispielsweise vom Frauenmuseum Bonn initiiert, geben die Themen vor und die Antworten erfolgen durch die unterschiedlichsten Kunstwerke.Bei einem Kaffee ging dieser wahrhaftig Wunder-volle Besuch zu Ende. 

Wir danken Frau Ortmann für die Zeit, die sich für uns genommen hat, für die Gastfreundschaft, für die anregenden Gespräche, und die noch sicher lange nachwirkenden Eindrücke.

Text: Dagmar Helmbold, Bilder: Monika Ortmann

Caspar David Friedrich (1774–1840)  Mondaufgang am Meer, 1822  Öl auf Leinwand, 55 x 71 cm  Staatliche Museen zu Berlin, Alte Nationalgalerie  © bpk / Nationalgalerie, SMB / Jörg P. Anders

Oben: "Umwandler"auf der Contemporary Art Ruhr in Essen 2019

© Monika Ortmann

Unten: "Willkommen im magischen Ballhaus 02", Installation aus Strumpfhosen, Stahlreifen und Schuhen (1992-2016)

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